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Minimale Schnitte bei Hüftoperationen

Ein Verschleiß des Hüftgelenks ist schmerzhaft. Gerade im fortgeschrittenen Stadium sind zudem Beweglichkeit und damit auch Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Eine Abnutzung der Gelenke kann bereits in jungen Jahren beginnen, ist also nicht unbedingt ein reines Altersleiden. Reichen konservative Maßnahmen wie Krankengymnastik, Medikamente etc. nicht mehr aus, kann der Ersatz des Hüftgelenks wieder für Schmerzfreiheit, Beweglichkeit und Lebensqualität sorgen.

Dr. Mehran Danaei, Chefarzt der Allgemeinen Orthopädie, erklärt: „Moderne Operationstechniken sind sehr gewebeschonend. In der Regel ist der Schnitt zum Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks nur zwei bis sieben Zentimeter lang. Es hängt natürlich auch vom Körperbau und dem vorliegenden Erkrankung ab.“

Es gehe aber nicht nur um den Hautschnitt, betont der Chefarzt. „Die Schonung von Muskeln und Weichteilen bringen dem Patienten echte Vorteile“, so der Chefarzt. Während der OP kommt es zu wesentlich weniger Blutverlust, nach der Operation sind die Schmerzen geringer, die Patienten kommen schneller und besser in Bewegung.

Etwa vier Stunden nach der Operation stehen die Patienten mit dem neuen Gelenk zum ersten Mal vor dem Bett. Neben der Operationstechnik machen die modernen Narkoseverfahren und das Schmerzkonzept der Fachklinik dies möglich. „Studien haben gezeigt, dass die frühe Mobilisierung die Genesung fördert“, so Dr. Danaei. Die Entlassung erfolgt in der Regel nach einer Woche. „Jedoch nur dann, wenn die Patienten unsere strengen interdisziplinären Entlassungskriterien erfüllen“, betont der Chefarzt.

Edeltraud Güttler aus Schwerte war ganz überrascht, dass ein nur zwei Zentimeter kurzer Schnitt möglich ist. Noch am OP-Tag konnte die Schwerterin schon über den Flur laufen. „Noch etwas wacklig aber es ging schon prima“, erinnert sie sich. Inzwischen hat sie auch die Reha hinter sich und ist froh, dass sie wieder so schnell und schmerzfrei laufen kann.

Foto: nur 2 cm war der OP Schnitt bei Edeltraud Güttler.