Schneller fit - Rapid Recovery

Rapid Recovery
Wir gehen neue Behandlungswege für Patienten mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk.

Umfassend und ganzheitlich: Mit „Rapid Recovery“ kommen Patienten deutlich schneller wieder auf die Beine.

Unsere Fachklinik geht mit diesem Programm neue Behandlungswege für Patienten, die mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk versorgt werden.

Was genau ist eigentlich das Rapid Recovery Programm?

Etwa eine Woche vor Ihrer geplanten Operation laden wir Sie und eine Person Ihres Vertrauens (Partner, Freunde) zu unserer Patientenschulung ein. So erfahren Sie schon vor der Operation genau, wie ihre Behandlung aussehen wird. Sie werden im Vorfeld intensiv geschult und genau aufgeklärt, lernen ihre Mitpatienten kennen und können sich untereinander austauschen. Optimale Aufklärung soll Ängste reduzieren und dazu beitragen, bestmögliche Behandlungsresultate zu erzielen.
So stellen sich in einer etwa dreistündigen Informationsveranstaltung vor der OP alle beteiligten Berufsgruppen den künftigen Patienten vor:

Die behandelnden Orthopäden informieren über den Aufnahmeprozess und erläutern die Operationstechnik.
Die Anästhesisten erklären die Narkose und die Schmerztherapie.

Unsere Rapid Recovery Managerin Catharina Kleeschulte - die für Sie zuständige Pflegekraft - stellt sich vor und erklärt die Abläufe auf der Station.

Die Physiotherapie erklärt ausführlich, was auf die Patienten zukommt, zeigt Hilfsmittel und demonstriert unterstützende krankengymnastische Übungen, die den Patienten nach der OP von Nutzen sein werden.

Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes erläutern die Anschluss-Heilbehandlung / Ambulante Reha.

Nach den vorstationären Untersuchungen werden dann die Mitglieder einer Gruppe (etwa vier Personen) alle am gleichen Tag operiert und die Patienten überwiegend in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht. 
Die Rapid Recovery Managerin Catharina Kleeschultewird sich zusätzlich zum Behandlungsteam persönlich um Ihr Wohlbefinden kümmern. Sie ist Ihre Ansprechpartnerin in allen Belangen.

Damit die jeweiligen "Schicksalsgenossen" sich gegenseitig aufmuntern und anspornen können, wurde eigens ein Rapid-Recovery-Wohnzimmer eingerichtet. Hier sollen die Patienten schon am zweiten Tag nach der OP zu Mittag essen und ihre Mitpatienten wieder treffen, die sie bereits am Schulungstag kennen gelernt haben. Dort sollen sie auch den größten Teil des Tages verbringen. Schlafanzüge oder Nachthemden sind tabu: "Sie sind nicht krank", lautet unsere Philosophie, "Sie haben nur ein Problem mit ihrem Hüft- oder eben Kniegelenk".

Bereits während der Patientenschule sollten Sie einen Begleiter (Partner, Verwandter, Freund) mitbringen, der Sie vor, während und nach Ihrer Behandlung mental unterstützt und motiviert. Genauso wie Sie wird Ihr Begleiter intensiv geschult und informiert, damit er Ihnen während der gesamten Zeit rund um den Eingriff zur Seite stehen kann.

Neben den operativen Fortschritten tragen insbesondere unsere schmerztherapeutischen Konzepte entscheidend dazu bei, dass die Patienten die ersten postoperativen Tage nach dem Einbau ihres neuen Gelenkes nahezu schmerzfrei verbringen können. Bereits am Ende der Operation erhalten Sie ein Schmerzmittel direkt in den operierten Bereich. In den darauffolgenden Tagen ermöglicht der Schmerzkatheter die optimale Mobilität.

Im Rapid Recovery Programm wird auf die Qualität der einzelnen Elemente besonderen Wert gelegt. Ihre bestmögliche Versorgungsqualität wird durch den Einsatz von standardisierten Abläufen ermöglicht. Diese entsprechen dem neuesten medizinischen Stand und bilden alle Aspekte Ihres Behandlungsweges ab. So wird gewährleistet, dass die einzelnen Behandlungsschritte aller beteiligten Fachgruppen auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und transparent sind. Die interdisziplinären Teams können somit eng zusammenarbeiten.

Ihre Entlassung wird bereits vor der Aufnahme ins Krankenhaus gemeinsam mit allen beteiligten Fachgruppen geplant und organisiert. Etwa eine Woche nach der Operation können Sie das Krankenhaus entweder nach Hause mit regelmäßiger ambulanter Physiotherapie oder zur stationären Rehabilitation verlassen. Durch die rechtzeitige Planung wird sichergestellt, dass es zu keinen vermeidbaren Verzögerungen in Ihrem Behandlungsablauf kommt. Ziel ist es, Sie bestmöglich auf die Zeit nach Ihrem Krankenhausaufenthalt vorzubereiten, so dass Sie Ihren Alltag so bald wie möglich wieder selbständig meistern können.