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„Mit der Diagnose ‚Knochenmetastasen‘ leben“

„Immer mehr Patienten mit Knochenmetastasen leben über eine lange Zeit bei guter Lebensqualität und mit beherrschbaren Schmerzen", so der Chefarzt der Tumororthopädie und Revisionschirurgie der Ortho-Klinik. Im Rahmen des Patientenforums erläuterte Prof. Dr. Carsten Gebert in seinem Vortrag „Leben mit Knochenmetastasen" am vergangenen Mittwoch in der Ortho-Klinik, wie dies bestmöglich geht. Mit vielen Tipps für den aktiven Umgang mit der Krankheit und einem Einblick in Therapiekonzepte konnte der Experte den intensiven Informationsbedarf der interessierten Besucher erfüllen und Mut machen.

Die Therapiekonzepte zur Behandlung von Knochenmetastasen stützen sich dabei auf das funktionierende Zusammenspiel zwischen Patient, Onkologe, Strahlentherapeut und Tumor-Orthopäde und sind immer auch eine gute Teamleistung. „Der Krankheitsverlauf ist unter moderner multimodaler Therapie häufig nicht mehr so schnell fortschreitend, wie das früher noch oft der Fall war. Somit bleibt oft genügend Zeit, um Komplikationen vorzubeugen", weiß der Tumororthopäde. Aber er muss auch warnen, dass die Diagnose immer auch bedeutet, dass eine Tumorerkrankung in einem fortgeschritten Stadium ist und diese immer wieder und auch vielleicht an anderer Stelle aufflammen können. „Knochenschmerzen, Knochenbrüche oder Rückenmarksquetschungen mit drohendem Querschnitt sind mögliche typische Komplikationen, die aber unter Umständen vermeidbar sind."
Operative Verfahren können einen wichtigen Beitrag zur Wiedererlangung der körperlichen Aktivität und Mobilität leisten. Die Patienten erhalten dadurch einen wesentlichen Teil ihrer Lebensqualität trotz schwerer Erkrankung zurück. Der Experte hatte zur Veranschaulichung Videos von mobilen Patienten nach einer OP vorbereitet und Implantat-Modelle für die Gäste mitgebracht. Darunter war auch das Implantat eines Oberschenkelknochens mit Kniegelenksprothese. „Das machen wir auch nicht jeden Tag – aber es geht", so der Chefarzt.