Leistungen

Operativ und konservativ können Beschwerden der Wirbelsäule behandelt werden.

Konservative Behandlung bei Rückenschmerzen

Bei der konservativen Behandlung der Rückenschmerzen steht eine nicht operative Behandlung im Vordergrund. Nach einem ausführlichen Gespräch, einer eingehenden körperlichen Untersuchung und der Beurteilung weiterführender Diagnostik können verschiedene konservative Maßnahmen angewandt werden. Das Ziel der konservativen Behandlung ist eine rasche Besserung der Schmerzsymptomatik. 

Diese konservativen Maßnahmen beinhalten unter anderem:

  • Minimal invasive Therapien :  Injektionen im Bereich der Halswirbelsäule, Brust- und Lendenwirbelsäule unter Röntgenkontrolle (PRT – peri radikuläre Therapie, Facetten infiltration, Denervation der Facetten gelenke mittels Thermokoagulation)
  • Stationäre Schmerztherapie

Operative Behandlung bei Rückenschmerzen

Ein operatives Vorgehen wäre bei einem frustranem konservativen Therapieverlauf, nach ca. 8 Wochen Therapie, in Betracht zu ziehen. Ebenso sollte ein operatives Vorgehen bei jeglichen neurologischen Auffälligkeiten empfohlen werden. So zum Beispiel bei Lähmungen in den oberen,- oder unteren Extremitäten, als auch bei Blasen- und Mastdarmstörungen. 

Diese operativen Maßnahmen beinhalten unter anderem:

  • Minimalinvasive sowie offene dorsale Stabilisierungsverfahren im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule inklusive operativer Behandlung von Wirbelbrüchen
  • Ventrale Stabilisierungsverfahren an der Wirbelsäule
  • Revisionsoperationen
  • Bandscheibenprothesen im Bereich der Hals,- und Lendenwirbelsäule
  • Mikrochirurgische und endoskopische Bandscheibenoperationen, sowie Erweiterung von Spinalkanalverengungen
  • Minimalinvasive Aufrichtung mit Ballonkatheter und Zementierung von Wirbelkörperbrüchen (Kyphoplastie)
  • Minimalinvasive sowie offene Stabilisierungsverfahren bei degenerativem Wirbelgleiten / Instabilität (Spondylolisthesis / Spondylolyse)
  • Mikrochirurgische Entfernung von gut- und bösartigen Tumoren der Wirbelsäule sowie des Rückenmarks, der Cauda equina sowie der äußeren Hüllen des Rückenmarks und der peripheren Nerven
  • Einsatz von intraoperativem Monitoring

Der lumbale Bandscheibenvorfall findet sich im Bereich der Lendenwirbelsäule und stellt den häufigsten Grund für eine Operation an der Bandscheibe dar (60 Operationen auf 100.000 Menschen pro Jahr). Ein lumbaler Bandscheibenvorfall tritt meist im Alter zwischen 40 und 50 Lebensjahren auf.
98 % aller lumbalen Bandscheibenvorfälle befinden sich in Höhe LWK4/5 (LWK=Lendenwirbelkörper) und LWK5/SWK1 (SWK=Sakralwirbelkörper).

Bei einem Bandscheibenvorfall spricht man von einem Bandscheibenprolaps. Bei einem Prolaps ist das Bandscheibengewebe aus dem Bandscheibenfach herausgerutscht und kann hierbei zu einer Kompression des Rückenmarks oder der Nervenwurzel führen. Ist ein Anteil des Bandscheibenvorfalls abgelöst spricht man von einem Sequester. Der Mechanismus, welcher die Degeneration der Bandscheibe bedingt, lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Aufgrund eines Wasserverlustes der Bandscheibe degeneriert diese. Durch diese Degeneration ist es der Bandscheibe nicht mehr möglich Wasser aufzunehmen. Infolgedessen kommt es zum Verlust der Elastizität und Kompressibilität.
Ausschlaggebende Faktoren, welche den Verschleiß der Bandscheibe bedingen sind:

  • Genetische Faktoren
  • Ernährung, Rauchen, Übergewicht
  • Mechanische Belastungen

Um einen Bandscheibenvorfall bestmöglich diagnostizieren zu können ist eine MRT-Untersuchung des entsprechenden Wirbelsäulensegmentes nötig. Die Diagnostik, und auch Ihre Beschwerdesymptomatik, sind ausschlaggebend für die Planung der individuellen Therapiemöglichkeiten.


Die Schmerzausprägung bei einem lumbalen Bandscheibenvorfall kann von Patient zu Patient variieren. Häufig werden aufgrund der Kompression der Nervenwurzel starke Rückenschmerzen mit einer Schmerzausstrahlung in die unteren Extremitäten (Oberschenkel, Unterschenkel) beschrieben. Vereinzelt kann es auch zu neurologischen Ausfällen, wie z.B. Schwächen im Bein kommen. Solange keine Lähmungen vorherrschen ist es möglich einen Bandscheibenvorfall konservativ, über etwa einen Zeitraum von 8 Wochen, zu behandeln. Falls eine konservative Therapie nicht den gewünschten erfolgt mit sich bringt, oder eine Lähmung auftritt, besteht Anlass zu einem operativen Vorgehen.
Bei der operativen Therapie wird der Anteil des vorgerutschten Bandscheibenvorfalls entfernt. Dieses OP-Verfahren kann endoskopisch (Schlüsselloch-Technik) als auch minimalinvasiv (mittels Mikroskop) durchgeführt werden.
Welche die adäquate Therapiemethode für Sie ist, besprechen Sie in einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt. 

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen an der Halswirbelsäule (HWS) sind der weiche Bandscheibenvorfall und die Spondylose (degenerative Veränderung an der Wirbelsäule). Im Durchschnitt klagen etwa 85 von 100.000 Menschen jährlich über Beschwerden in der HWS.

Klassischerweise  finden sich die Beschwerden im entsprechenden Dermatom (charakteristische Ausstrahlung der Wurzel in die entsprechenden Bereich). Oft klagen die Patienten über Nacken- und Schulterbeschwerden mit Schmerzausstrahlung in den Arm. Ebenso kann es zu Koordinationsschwierigkeiten, Beinschwäche und sensiblen Ausfällen kommen,  Der Schmerz ist häufig durch unterschiedliche Bewegungen zu verbessern oder zu verschlechtern. Die Symptomatik kann akut einsetzen. 

Auch bei einem zervikalen Bandscheibenvorfall (Zervix=Hals) ist die MRT-Untersuchung die geeignetste Methodel, um die Strukturen und Ihre Veränderungen darzustellen. 90 Prozent der Patienten können konservativ behandelt werden. Bei Patienten mit voranschreitendem Defizit oder bei erfolgloser konservativer Therapie sollte über eine operative Therapie (Dekompression der Wurzel) diskutiert werden. Bei einem operativen Vorgehen an der Halswirbelsäule mit Entfernung des entsprechenden Bandscheibenvorfalls ist die Implantation eines Cages (Platzhalters) unvermeidbar. Die Prognose bei zervikalen Bandscheibenvorfällen ist sehr gut. In Studien weisen mehr als 90 % der Patienten eine Besserung der Symptome auf. 

Die Stenose (Verengung) des Wirbelkanals ist ein häufiges neurochirurgisches Krankheitsbild. Bei ca. 3 % der Patienten, welche wegen Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule zum Arzt gehen, findet sich eine Spinalkanalstenose. Die Erkrankung hat einen degenerativen Ursprung, womit hauptsächlich ältere Menschen davon betroffen sind.

Die meisten Stenosen liegen in Höhe LWK3/4 und LWK4/5 (LWK=Lendenwirbelkörper). Die altersbedingte Degeneration führt zu einer Degeneration der Bandscheiben und somit zu einer Fehlstellung. Aus dieser Fehlstellung resultiert eine vermehrte knöcherne Belastung. Diese wiederum führt zum Anbau von Osteophyten (knöchernen Vorsprüngen), welche den Spinalkanal verengen.
Die Patienten berichten typischerweise über Schmerzen beim Laufen und Stehen, welche durch eine gebückte Haltung zu verbessern sind. Ebenso ist das Fahrrad fahren wesentliche angenehmer, als das Laufen. Auch bei der lumbalen Spinalkanalstenose ist die Methode der Wahl eine MRT-Untersuchung, aber ebenso eine Funktionsaufnahme der Lendenwirbelsäule.

Therapieansätze sind auch hierbei wieder die konservative Behandlungsmöglichkeit und das operative Vorgehen. Operationsmethode der Wahl ist die minimalinvasive Erweiterung des Spinalkanals. Etwa 70-80 % der Patienten profitieren von einer minimalinvasiven Dekompression ohne Stabilisierung. Jedoch kann es auch von Nöten sein die Wirbelsäule bei vorliegender Instabilität (Wirbelgleiten) zu stabilisieren. Bei etwa 2/3 der Patienten sind nach 5 Jahren die Schmerzen erheblich besser.


In der Ortho-Klinik Dortmund besteht jetzt die Möglichkeit, Bandscheibenvorfälle durch eine endoskopische Operation zu entfernen. Dr. Farman Hedayat hat mit dieser Operationsmethode viel Erfahrung. 

Hat ein  Patient bei einem Bandscheibenvorfall eine Symptomatik mit neurologischen Ausfällen entwickelt, so muss der Bandscheibenvorfall operativ entfernt werden, um dauerhafte Schäden an dem eingeklemmten Nerv zu vermeiden.  

Durch einen kleinen Hautschnitt von wenigen Millimetern führen wir das Endoskop bis zum Bandscheibenvorfall ein. Ähnlich wie bei einer Kniearthroskopie kann der Arzt behutsam unter exakter Sichtkontrolle im Operationsgebiet arbeiten. Spezielle Hi-Tech-Endoskope mit Optiken von nur wenigen Millimetern Durchmesser machen es möglich, den Bandscheibenvorfall extrem schonend zu entfernen. Der eingeklemmte Nerv wird dadurch wieder frei und entlastet. Dies führt in den meisten Fällen zu einer sofortigen Schmerzfreiheit. Wegen der fehlenden Verletzung des umliegenden Gewebes besteht auch nach der Operation kaum ein Wundschmerz. 


In der Regel werden Bandscheibenvorfälle mikrochirurgisch behoben. Dafür muss der Operateur Muskelgewebe vom Knochen des Wirbeldornfortsatzes ablösen, um sich Zugang zum „Ort des Geschehens“ zu verschaffen. Bei der endoskopischen Operation wird das Muskelgewebe nur auseinander gedrängt und somit geschont. So entsteht weniger Narbengewebe und eine direkte Mobilisation und schnellere Erholungsphase sind möglich. Für die Ortho-Klinik ist die endoskopische Technik eine sinnvolle Ergänzung zu dem etablierten mikrochirurgischen Verfahren. Die endoskopische OP ist allerdings nicht immer möglich und sinnvoll. Wir prüfen sehr genau und individuell, ob und wie ein Bandscheibenvorfall behandelt werden kann und entscheiden dann gemeinsam mit den Patienten.

Info:
Auch in den Dortmunder "Ruhrnachrichten" wurde schon über die schonende Bandscheiben-Ops von Dr. Hedayat berichtet. Den vollständigen Presseartikel finden hier unter "Veröffentlichungen".