Leistungen

Die Chefärztin der Anästhesie, Dr. Antje Ahrens, im OP.
Die Fachabteilung bietet alle modernen Verfahren der Anästhesie und der perioperativen Behandlung an.

Unsere Abteilung Anästhesie weist ein breites Leistungsspektrum auf.

  • Intensivstation
  • Patientenversorgung

    • Überwachung der Herz-Kreislauffunktion
    • Schmerztherapie unter Berücksichtigung von Atmung und Blutdruck
    • Nachbeatmung durch moderne Beatmungstherapie

  • Koordination der Aufgaben der verschiedenen Fachgebiete
  • Angehörigengespräche

Bei einer Regionalanästhesie wird durch die Gabe eines Medikamentes zur lokalen Betäubung die Schmerzleitung auf dem Weg zum Gehirn unterbrochen. Diese Unterbrechung ist an mehreren Stellen möglich, so auch im Bereich des Rückenmarks. Zu den rückenmarksnahen Regionalanästhesien zählen die Spinal- und die Periduralanästhesie. Damit lässt sich das Schmerzempfinden vom Bauchnabel abwärts ausschalten. Bei diesen Verfahren wird mit winzigen Kanülen in den Rückenmarkskanal – keinesfalls aber ins Rückenmark gespritzt. Die landläufige Bezeichnung "Rückenmarksnarkose" ist daher nicht richtig. Auf Wunsch kann zusätzlich ein leichtes Schlafmittel verabreicht werden. Es sorgt dafür, dass der Patient während des gesamten Eingriffes tief schläft und ihn nicht bewusst miterlebt. Nach der Operation ist man schnell wieder wach, auch Essen und Trinken sind wieder möglich. Auch größere Eingriffe wie z. B. der Einsatz von Hüft- und Kniegelenksprothesen sind heute in Regionalanästhesie möglich.

Eine effektive Schmerztherapie, die individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst wird, ist ein wichtiger Faktor für einen schnellen Heilungsverlauf. Im Vordergrund steht die sog. patientenkontrollierte Schmerzbehandlung, in die der Patient aktiv einbezogen wird. Mit speziellen Schmerzpumpen (sog. PCA-Pumpen = Patienten kontrollierte Analgesie) können die Medikamente immer dann angefordert werden, wenn sie benötigt werden. Die Pumpen werden individuell programmiert, um eine Überdosierung auszuschließen. Gerade für orthopädische Patienten ist diese Möglichkeit bedeutsam, da eine frühe Mobilisation in Form von Physiotherapie den Heilungserfolg positiv beeinflusst. Die Schmerztherapie wird in täglichen Visiten vom Schmerzdienst der Anästhesie überprüft und dokumentiert. Dabei wird auf mögliche unerwünschte Nebenwirkungen geachtet.

Die moderne Intensivstation verfügt über sieben Betten. Wir betreuen hier frisch operierte orthopädische Patienten, die nach dem Eingriff zur Überwachung intensivmedizinisch betreut werden.

Die auf der Intensivstation tätigen Pflegekräfte haben eine spezielle intensivmedizinische Weiterbildung absolviert (Ausbildung für Fachgesundheits- und Krankenpfleger/innen in der Intensivpflege), die 2.000 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht umfasst.

Für eine optimale intensivmedizinische Behandlung und Pflege der Patienten ist es wichtig, dass Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichen Berufsgruppen sehr eng zusammen arbeiten. Das Kernteam aus Ärzten und Pflegekräften, die die Patienten in drei Schichten rund um die Uhr behandeln, überwachen und pflegen wird unterstützt durch das Labor, den technischen Dienst und das Reinigungsteam. Eine wichtige Rolle spielen auch die Physiotherapeuten, die täglich auf die Station kommen und mit den Patienten arbeiten, um Körper- und Muskelfunktionen zu erhalten.

Die Intensivstation ist erreichbar unter Tel. 02 31 - 94 30 22 3.