Leistungen

Dr. Danaei und seine Kollegin operieren einen Patienten.
In deieser Abteilung bildet der Kunstgelenkersatz einen Schwerpunkt.

Unsere Abteilung Allgemeine Orthopädie weist ein breites operatives Spektrum auf:

Auch für die Versorgung mit einem Kunstgelenk an der Schulter stehen verschiedene Prothesentypen zur Verfügung. Hier kann - je nach Ausgangssituation - der Einbau (Implantation) einer Oberflächenersatzprothese (Überkronung des Schulterkopfes) ausreichend sein. Bei größeren knöchernen Schäden können die Verankerung der Prothese im Hohlraum des Oberarmknochens sowie der Ersatz der Schultergelenkpfanne erforderlich werden. Bei ausgedehnten Defekten der Sehnenplatte über dem Schulterkopf (Rotatorenmanschette) wird die Versorgung mit einer sog. inversen Prothese vorgenommen.

Der größte Teil der jährlich rund 400 in der Abteilung versorgten Patienten wurde arthroskopisch wegen eines Engpasssyndromes (Impingementsyndromes) mit Ruhe- und Belastungsschmerzen oder wegen eines Sehnenrisses der Rotatorenmanschette behandelt. Die subacroimale Dekompression zur Behandlung des Engpasssyndromes wird ausschließlich arthroskopisch durchgeführt. Die Sehnennaht der Rotatorenmanschette wird sowohl endoskopisch als auch in offener Technik durchgeführt.

Schulterinstabilitäten nach erstmaligen oder wiederholten Verrenkungen (Luxationen) werden überwiegend arthrokopisch durchgeführt. Es kommen hochmoderne, zum Teil selbstauflösende Verankerungssysteme zur Anwendung. Die arthroskopische Gelenkreinigung bei Gelenkverschleiß (Arthrose) kann in vielen Fällen den Zeitpunkt bis zur Gelenkendoprothese herauszögern und Schmerzniveau und Beweglichkeit verbessern.

An diesen beiden Gelenken hat die Arthroskopie ihren Einsatz im Allgemeinen bei Arthrosebeschwerden, Schmerzen aufgrund durchblutungsbedingter begrenzter Knorpelschäden und unfallbedingten Bewegungseinschränkungen. Die Behandlung erstreckt sich von der Entfernung entzündeter Gelenkschleimhaut, Knorpelglättung und anderen knorpelchirurgischen Maßnahmen über die Verschraubung (Refixation) einer gelockerten Knorpel-Knochen-Schuppe (Osteochondrosis dissecans) bis hin zur arthroskopischen Gelenkmobilisation (Arthroslyse).

In der Hüftgelenkendoprothetik verwenden wir in erster Linie zementfreie Titanmodelle. Den individuellen anatomischen und funktionellen Erfordernissen entsprechend, erfolgt die Auswahl aus sämtlichen verfügbaren Prothesenmodellen und Kopf/Pfannen-Materialpaarungen (Polyethylen, Keramik, Metall) anhand der Operationsplanung.

Aufgrund jahrelanger guter Erfahrung lassen wir, auch bei zementfreier Verankerung, unsere Patienten in der Regel sofort nach der Operation voll belasten. Bereits nach einer Woche ist nur noch die Verwendung eines Handstocks erforderlich. Die Aufenthaltsdauer beträgt 12-16 Tage. Nur in Ausnahmefällen sowie bei Austauschoperationen verwenden wir in der Hüftchirurgie Knochenzement. In solchen Fällen kann auch der Einsatz von Sonderprothesen erforderlich werden.

Unser Angebot reicht von sog. Oberflächenersatzprothesen über modulare Prothesen bis hin zu Sondermodellen bei fortgeschrittener Verformung des Gelenkes mit Knochenverlust oder für Wechseloperationen.

Die Oberflächenersatzprothesen stellen eine Art Überkronung des verschlissenen Gelenks dar und setzen stabile Gelenkbänder voraus. Modulare Prothesen bestehen aus mehreren Einzelkomponenten, die für den individuellen Fall zusammengesetzt werden und oft mit Stäben (sogenannte stems) zur Verankerung innerhalb der Röhrenknochen versehen sind. Zur Implantation von Kniegelenkendoprothesen verwenden wir Knochenzement. Anders als in der Hüftchirurgie kommt der Zement eher als Kleber an der Knochenoberfläche zur Anwendung. Dies erleichtert bei eventuellen Austauschoperationen den Wechsel der Prothese. Die Haltbarkeit der Endoprothese ist aber gegenüber zementfreien Verfahren gleichwertig.

Auch die Patienten mit einer Kniegelenkendoprothese werden vor der Entlassung (ca. 14-18 Tage) unter Vollbelastung und Verwendung nur eines Gehstockes mobilisiert.

Über 800 Kniearthroskopien wurden in der Abteilung im letzen Jahr durchgeführt. Hierzu zählen die Meniskusteilentfernung und Knorpelglättung, die im Allgemeinen bereits direkt nach der OP eine - dem Schmerz angepasste - Vollbelastung erlauben. Komplexere arthroskopische Operationen können aber auch eine 6-8-wöchige Entlastung erfordern. Unser Spektrum reicht von der Meniskusnaht über knorpelchirurgische Maßnahmen bis hin zu Kreuzbandoperationen und Achskorrekturen des Beines. Letztere Eingriffe erfordern einen zusätzlichen Hautschnitt.

In der Knorpelchirurgie wird je nach Schädigungsgrad und Ursache des Knorpelschadens entweder die Knorpeloberfläche geglättet (Chondroabrasion) oder bei tiefer reichenden Schäden durch Anfräsen (Abrasionsarthroplastik) bzw. Anbohren (Mikrofrakturierung) der Knorpel-Knochen-Grenzschicht die Bildung eines narbigen Knorpelersatzgewebes erreicht - in der Literatur gelegentlich als "Bioprothese" bezeichnet. Diese Behandlung ist ebenso wie Verpflanzung von Knorpel-Knochenzylindern nur für umschriebene Defektzonen, nicht jedoch für einen generalisierten Verschleiß (Panarthrose) geeignet.

Zur Achskorrektur kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung. Anhand der Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder legt der Arzt in seiner Operationsplanung das für Ihre individuellen Bedürfnisse geeignete Verfahren fest. Begleitende arthroskopische Operation (Abrasionsarthroplastik, Mikrofrakturierung) bzw. Anbohren (Mikrofrakturierung der Knorpel-Knochen-Grenze) können unter Umständen eine mehrwöchige Entlastung an Gehstützen erforderlich machen. Der kreuzbandplastisch versorgte Patient wird 5-7 Tage stationär nachbehandelt. Die Versorgung des vorderen Kreuzbandrisses erfolgt überwiegend mittels Patellarsehne. Bereits bei Entlassung aus dem stationären Aufenthalt ist die volle Belastung ohne Verwendung zusätzlicher Schienen möglich.

Der weitaus größte Teil der Patienten mit Meniskus- und Knorpelschäden betreffenden arthroskopischen Operationen am Kniegelenk wird von uns ambulant behandelt. Selbstverständlich gehört die Mobilisation durch einen Krankengymnasten am OP-Tag wie auch die Anleitung zu einem Übungsprogramm in Eigenregie zu unserem Standard.

An diesen beiden Gelenken hat die Arthroskopie ihren Einsatz im Allgemeinen bei Arthrosebeschwerden, Schmerzen aufgrund durchblutungsbedingter begrenzter Knorpelschäden und unfallbedingten Bewegungseinschränkungen. Die Behandlung erstreckt sich von der Entfernung entzündeter Gelenkschleimhaut, Knorpelglättung und anderen knorpelchirurgischen Maßnahmen über die Verschraubung (Refixation) einer gelockerten Knorpel-Knochen-Schuppe (Osteochondrosis dissecans) bis hin zur arthroskopischen Gelenkmobilisation (Arthroslyse).