Kurzvorstellung

Dr.  Mehran Danaei
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Chefarzt

In der Abteilung Allgemeine Orthopädie bildet der Kunstgelenkersatz an Hüfte, Knie und Schulter einen Schwerpunkt der Tätigkeit. 1.400 Hüft- und Knieprothesen sprechen für eine große Erfahrung.

In der Klinik werden pro Jahr mehrere hundert Hüft- und Kniegelenkendoprothesen im Rahmen der Endoprothetik implantiert. Insgesamt werden in der Orthopädischen Klinik rund 1.000 Endoprothetikfälle jährlich behandelt.

Wenn möglich erfolgt der Einbau der künstlichen Hüftgelenke minimalinvasiv , das heißt mit möglichst kleinster Verletzung von Haut und Weichteilen. Wenn konservative oder alternative operative Maßnahmen bei Gelenkverschleiß keine Besserungen mehr bringen, der Leidensdruck zunimmt und die Lebensqualität sinkt, kann heute nahezu jedes Gelenk künstlich ersetzt werden.

Nach Ausprägung des Verschleißes gibt es dabei verschiedene Implantattypen. Insbesondere in der Hüftendoprothetik und beim Ersatz des Kniegelenks sind die langfristigen Erfolgsaussichten mittlerweile sehr gut. Aber auch die endoprothetische Versorgung des Sprunggelenkes ist in der Zwischenzeit ein etabliertes Verfahren, welches die früher übliche Versteifungsoperation deutlich reduzieren konnte.

So sind diese Prothesen, wie wissenschaftliche Studien zeigen, auch nach 15 Jahren noch in über 90 Prozent voll funktionsfähig. Bei Gelenkzerstörung durch Verschleiß (Arthrose), Rheuma (Arthritis), Infektionen, nach Unfällen oder bei Tumoren:

  • Einbau von Hüftgelenkendoprothesen auch mit Keramik-Keramik-Gleitpaarung
  • Einbau von Kniegelenkendoprothesen
  • Einbau von Schultergelenkendoprothesen
  • Ellenbogengelenkendoprothesen
  • Handgelenkendoprothesen
  • Fingergelenkendoprothesen
  • Einbau von Sprunggelenkendoprothesen

Dem Kunstgelenkersatz von Hüft-, Knie-, Sprung-, Schultergelenken kommt im fortgeschrittenen Stadium rheumatischer Erkrankungen eine besondere Bedeutung zu. Im Bereich Knieendoprothetik gibt es differenzierte Behandlungsstrategien, insbesondere bei ausgeprägten O- oder X-Beinfehlstellungen.

Bereits während des stationären Aufenthaltes beginnt die Nachbehandlung als intensive Rehabilitation. Unter Einbeziehung der verschiedenen Abteilungen der Physiotherapie und physikalischen Therapie hat die Krankengymnastik mit passiver, assistiver und aktiver Beübung ihren festen Stellenwert. Passive Bewegungen erfolgen durch von außen einwirkende Kraft bei entspannter Muskulatur z.B. im Rahmen des oft mehrfach täglichen Einsatzes von Motor-Bewegungsschienen (sog. CPM) bei Operationen am Kniegelenk.

Bei der assistiven Übung unterstützt der Krankengymnast oder der Patient selbst die Bewegung (=geführte Bewegung). Die aktive Übung erfolgt unter Nutzung der eigenen Muskelkraft. Auch der Einsatz von medizinischem Gerätetraining (z.B. Fahrradergometer oder Sequenztrainer) gehört in das Nachbehandlungsprogramm. Die Lymphdrainage ist eine Massagetechnik zum Abbau von Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) und gehört ebenso zum Standardprogramm. Die Therapie im Bewegungsbad schließt sich an, sobald die Wunde abgeheilt ist.

Darüber hinaus bieten wir unseren Patienten bei Bedarf ein individuell ausgeweitetes Programm unter Einsatz von Elektrotherapie, Fangopackungen und medizinischen Bädern. Durchführung von Selbsthilfe- und ggf. Haushaltstraining sowie falls erforderlich die Beratung bei einer Hilfsmittelversorgung sind das Einsatzgebiet der Ergotherapeuten.

Innerhalb der ersten Tage nach der Operation erfolgt allgemein bei der Endoprothesenversorgung des Kniegelenkes sowie im Einzelfall auch bei Hüftgelenkendoprothesen-Patienten die Schmerztherapie über einen sog. Periduralkatheter. Hierbei wird ein kleiner Schlauch in die Nähe der Rückenmarkshaut gebracht, der durch die Gabe eines Lokalanästhetikums (örtlichen Betäubungsmittels) die Schmerzen vermindert. So wird die unerwünschte Wirkung starker Schmerzmittel auf den gesamten Körper, die oft eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens bedeutet, vermieden.

In der Schulterendoprothetik erfolgt die Gabe des Lokalanästhetikums über einen sog. Plexuskatheter, der seine schmerzlindernde Wirkung über das Armnervengeflecht ("Plexus") erzielt. Die Anlage der Schmerzkatheter wird von der Anästhesieabteilung unseres Hauses durchgeführt. Die Schmerzbehandlung mittels Akupunktur wird von speziell ausgebildeten Mitarbeitern durchgeführt.